Blinden- und Sehbehindertenverband Thüringen e.V.

Kreisorganisation Gera

Aktuelles

Bericht von der Busfahrt der KO Gera am 05.09.2018
zum Schloss Weesenstein und Fahrt mit der Müglitztalbahn

Am 05.09.2018 startete der Bus der Firma Piehler kurz nach 7.30 Uhr mit über 40 Mitgliedern inklusive deren Begleitern, dem Busfahrer Klaus und der Reisebegleiterin Barbara zur diesjährigen Busfahrt. Nach einer kurzen Pause an der Autobahnraststätte “ Dresdner Tor” ging es direkt weiter zu unserem ersten Ziel, dem Schloss Weesenstein, wo wir zu einer Führung erwartet wurden. In zwei Gruppen wurden wir durch das Schloss geführt und erfuhren dabei mehr über die mehr als 800 Jahre alte Geschichte von Schloss Weesenstein. 1318 erstmals urkundlich als Wehranlage »Weysinberg erwähnt, gehörte sie damals zur reichsunmittelbaren Burggrafschaft Dohna. Die Burggrafen vertraten seit der Mitte des 12. Jahrhunderts die Interessen des Kaisers, bevor die Familie von Bünau über zwölf Generationen hinweg, von 1406 bis 1772, die Herrschaft über Weesenstein hatte.
Im Jahr 1772 erwarb, entgegen des Zeitgeistes, eine Frau das Schloss Weesenstein. Es war Johanna Christiana von Uckermann, die Gemahlin des hessischen Generalpostintendanten und Geheimrates Johann Jacob.
Durch die Familie Uckermann wurden zahlreiche Aus- und Umbauten vorgenommen. Im Außenbereich entstanden zwei separate Parkbereiche, der eine mit Blumenrabatten, der andere ist mit Alleen und Wegen gestaltet.
Die Wohnräume des Schlosses wurden entsprechend den gewachsenen Ansprüchen an Wohnen und Repräsentation nach der Wende zum 19. Jahrhundert umgestaltet, wobei eine Vielzahl der Wohnräume neue Tapeten erhielten. Vom Geschmack und Aufwand der damaligen Zeit zeugt die bis heute erhaltene, damals sehr beliebte, »Panoramique«-Tapete, auf der Szenen des chinesischen Alltags zu sehen sind. Die eingebauten Keramiköfen, dienten zur Erhöhung des Wohnkomforts.
König Anton von Sachsen, der das Schloss im Jahre 1830 erwarb, verlieh ihm den Rang eines königlichen Hauses.
Der berühmteste Weesenstein-Besitzer aber war sein Neffe, der spätere König Johann von Sachsen, der bis heute als Philosoph und Wissenschaftler der weniger als Staatsmann großes Ansehen genießt.
Der Landesverein Sächsischer Heimatschutz erwarb mit Hilfe von Spenden der Bevölkerung das Schloss 1933 und gründete ein Jahr später das bis heute bestehende Museum. Zur Zeit des Zweiten Weltkrieges waren in den Räumen des Schlosses zahlreiche Dresdner Kunstschätze untergebracht. Schloss und Park Weesenstein waren nach 1945 in Trägerschaft der Gemeinde und heute befinden sie sich Weesenstein im Besitz des Freistaates Sachsen.
Schloss Weesenstein gilt als eines der wenigen erhalten gebliebenen klassizistischen Bauten in Sachsen.
Nach dem Schlossrundgang stärkten wir uns mit einem Mittagessen in der Schlossgaststätte.
Im Anschluss daran fuhren wir mit dem Bus weiter zur Haltestelle der Müglitztalbahn. Die sich anschließende 45-minütige Bahnfahrt mit der von Weesenstein nach Altenberg bot viele interessante Eindrücke.
In Altenberg stiegen wir wieder in den Bus zur Weiterfahrt nach Bärenfels, wo alle Mitreisenden im Kurpark dem Spiel der 25 Meißner Porzellanglocken lauschten. Diese wurden im Jahre 1947 von der Manufaktur in Meißen als Dank für die Unterstützung der Gemeinde beim Wiederaufbau ihres Erholungsheims gestiftet.
1955 errichteten die Bärenfelser Bürger den bis heute erhaltenen Glockenturm und bis heute ist das Glockenspiel von 9.00 bis 18.00 Uhr zu jeder vollen Stunde zu erleben. Es ist auch das einzige derzeit bekannte Porzellanglockenspiel in einer Höhenlage von 700 m, das ganzjährig in Betrieb ist. Die 25 Glocken wurden bis 1971 über Druckluft und Blasebalg, danach über Walzen und Papierlochstreifen und heute elektronisch gesteuert.
Nach dem „Hörgenuss“ gab es noch ein Kaffeetrinken in gemütlicher Runde im“ Naturhotel & Restaurant Gasthof Bärenfels“, bevor wir am späten Nachmittag mit gut gestärkt und mit vielen neuen Eindrücken die Heimreise antraten.
Wie im Flug war der Tag vergangen und wir erreichten gegen 19.00 Uhr wieder den Busbahnhof in Gera, den Ausgangspunkt unserer Tagesfahrt.
Claudia Karell

Schloss Weesenstein Gastwirt vom Schlossrestaurant Gastwirt bei Hausgemachten Bierzapfen im Schlossrestaurant Meißener Glockenspiel

Übergabe von 100 Tassen „Man sieht nur mit dem Herzen Gut“

Am Freitag, 6.7.2018 übernahm Matthias Schiedek Vorsitzender der Kreisorganisation Gera des Blinden- und Sehbehinderten Verband Thüringen die 100 Tassen von Frau Annett Geithe Prokuristin der Porzellanmanufaktur Reichenbach GmbH.

Herr Schiedek berichtete, dass es mit der Produktion der Tassen sehr schwierig war. Früher kamen diese mit Punktschrift aus einem anderen Unternehmen. Auf Grund des Herstellungsaufwands und der vorgegeben großen Auflage war es dem Vorstand der KO Gera aber nicht mehr möglich, diese wieder zu erwerben.

„Wir versuchten es dann bei der Druckerei Gunnar Raffke in Weida. Das ging leider nicht, denn das Auge auf der Tasse, sollte ja für unsere Mitglieder tastbar sein“, meint der Vorsitzende Herr Gunnar Raffke gab dann den Tipp es doch mit der Porzellanmanufaktur in Reichenbach zu versuchen „Wir hatten dann einen Termin mit der Prokuristin, Annett Geithe vereinbart und unser Anliegen vorgetragen“.

Sie fand die Gestaltung einer taktilen und kontrastreichen Tasse für blinde und sehbehinderter Menschen, sehr interessant und nahm die Herausforderung gern an. „Annett Geithe erklärte uns , dass das Auge aufgemalt wird und so fühlbar für uns sei“.

Nun hält Matthias Schiedek die erste Tasse stolz in der Hand!

Die Manufaktur spendete der Kreisorganisation Gera ein teil des Preises. Der Vorstand bedankt sich herzlich für die freundliche Zusammenarbeit und natürlich auch für die Spende.

Übergabe der 100 Tassen

Sommerfest der KO Gera des BSVT e.V. am 16.06.2018

Der Einladung des Vorstandes der Kreisorganisation Gera des BSVT e.V. zum gemeinsamen Feiern des diesjährigen Sommerfestes am 16.06.2018 in das “Volkshaus” nach Gera-Zwötzen, folgten 46 Mitglieder inklusive ihrer Begleitung.

Nach einer kurzen Begrüßung durch den Vorsitzenden Herrn Schiedeck, gab Herr Tölke einen Überblick über aktuelle (Bau-)Vorhaben in der Stadt Gera, Neuigkeiten und zukünftige Veranstaltungen der Kreisorganisation Gera. Im Anschluss daran verlas Frau Ober den Finanzbericht der Kreisorganisation Gera vom Jahr 2017.
Daran schloss sich die Würdigung einiger Mitglieder für ihre 5,10, 15,20,30,45 bzw.50 jährige Mitgliedschaft im Blinden- und Sehbehindertenverband Thüringen e.V. mit einer Urkunde und Blumen an.
Nun blieb kurz Zeit für nette Gespräche, bevor Frau Malpricht mit Quizfragen das Allgemeinwissen der Mitglieder testete.

Nach der mittäglichen Stärkung mit Kartoffelsalat, Mutzbraten und Sauerkraut, luden die „Schönecker Lausbuben“ mit ihrem Feuerwerk der guten Laune zum Mitsingen und Mitschunkeln ein.
Sie haben sich der Obergrainer Musik verschrieben und boten Titel, wie Junggesellenpolka, eine lustige Hochzeit oder Resi i hol di mit dem Traktor ab, dar. Wer wollte, der sang bei bekannten Titeln mit oder legte eine „flotte Sohle aufs Parkett“. Dies kam beim Publikum sehr gut an.
Nach der geselligen Unterhaltung, erfolgte noch die Auswertung vom Quiz und es wurden die 6 Präsente an die glücklichen Gewinner verteilt.

Den Abschluss des gelungenen Sommerfestes bildete das Kaffeetrinken mit leckerem Kuchen.

Claudia Karell
Schönecker- Lausbuam Blick in den Saal Übergabe Urkunde für langjährige  Mitgliedschaft Tanz in den Sommer

Bericht von der 2 Tages-Busfahrt vom 16.05 bis 17.05.2018 in den Spessart

Am 16.05.2018 startete der Bus der Firma Piehler um 5.00 Uhr mit knapp 46 Mitgliedern aus den Kreisorganisationen Gera, und Saale-Orla-Kreis inklusive deren Begleitern am Busbahnhof in Gera zur diesjährigen 2 Tages-Busfahrt in den Spessart.
Die Fahrt führte uns über die Autobahn in Richtung Auma und Schleiz, wo die Mitglieder der KO Saale Orla zustiegen. Nun waren wir komplett und es ging wieder auf die Autobahn in Richtung Süden, vorbei an Hof, durch das Bayrische Vogtland und die fränkische Schweiz, vorbei an Würzburg und durch Wertheim, der nördlichsten Stadt Baden Würtembergs.
Unser erstes Ziel war das Weingut Hofmann-Herkert in Klingenberg am Main, wo wir zum Mittagessen erwartet wurden. Zum gereichten „Winzerteller“ mit verschiedenen Sorten Käse, rohem Schinken und Brot gab es noch 5 verschiedene Weine zum Probieren. Dies waren der trockene Rotweincuvée „Creszentia“, ein trockener Spätburgunder, aus den Sorten Regent, Dornfelder und Portugießer, das halbtrockene „Rotkäppchen“ sowie der trockene Weißwein Silvaner, der ideale Spargelbegleiter und zum Abschluss der halbtrockene Gewürztraminer, der sogar bei sehr großer Trockenheit angebaut werden kann, denn ein Sprichwort sagt: „Einem Traminer und einer Geiß, ist es nie zu heiß.“
Während der Weinverkostung erfuhren wir noch mehr Wissenswertes zum Thema Weinanbau im Spessart und in Klingenberg. Beim Weinanbau können über 800 verschiedene Aromen hergestellt werden, z. Bsp.: Erdbeere oder sogar Rosenduft.
Nach dem Verkosten einiger edler Tropfen, bestand für jeden noch die Gelegenheit, sich die eine oder andere Flasche Wein mit nach Hause zu nehmen.
Als nächster Höhepunkt des Tages stand eine Rundfahrt durch den Spessart mit dem Reiseleiter Günther auf dem Programm. Wir fuhren unter anderem durch Großheubach mit dem Rathaus aus dem Jahre 1612, bis nach Miltenberg.
Bei einer Stadtführung durch die Altstadt von Miltenberg erfuhren wir viele interessante Informationen über das mittelalterliche
Fachwerkstädtchen. Wir besichtigten zum Beispiel den Marktplatz, der besser bekannt ist als das „Schnatterloch“, das Rathaus aus der Zeit der Renaissance und nicht zu vergessen das Gasthaus „Zum Riesen“, die älteste Fürstenherberge Deutschlands, wo unter anderem Kaiser Friedrich I. „Barbarossa“, Martin Luther und Elvis Presley zu Gast waren.
Auf unserer Spessartrundreise erfuhren wir vom Reiseleiter Günther, dass der Spessart eines der waldreichsten Gebiete Deutschlands ist. Dabei streiften wir die Orte Haslach mit der ältesten bestehenden Eisenschmiede und Schollbrunn, eine der höchsten Städte des Spessarts.
Mit diesen ersten Eindrücken vom Spessart fuhren wir weiter nach Heimbuchenthal, wo wir im Hotel „Christel“ am frühen Abend bereits erwartet wurden.
Zum Abendessen wurde uns ein 3 Gänge Menü mit einem Salat serviert.
Den Abend konnte jeder für sich individuell - vielleicht mit einem Glas Wein oder Bier - ausklingen lassen.

Nach einem ausgiebigen Frühstück vom großen Buffet, waren alle gut gestärkt für den heutigen Tag. Der erste Höhepunkt war
Die Besichtigung des über 600 Jahre alten Wasserschlosses Mespelbrunn am Vormittag. Dieses ist seither der Stammsitz der Grafen von Echter.
Bekannt wurde dieses Schloss als Kulisse des Films „Das Wirtshaus im Spessart“ mit Liselotte Pulver aus dem Jahre 1957. Nach einer Führung des „Spukschlosses“ unternahmen wir eine Pferdekutschfahrt durch den Wald, wo wir unterwegs von den sogenannten Spessart-Räubern überrascht wurden, sodass diese Kutschfahrt Fahrt allen sicher noch eine Zeit im Gedächtnis bleiben dürfte.
Die Kutschfahrt endete an der Gaststätte "Hohe Warte“, wo für uns Plätze zum Mittagessen reserviert waren.

Mit vielen imposanten Eindrücken über den Spessart traten wir gegen 15.30 Uhr die Heimreise nach Auma, Schleiz und Gera an.
Die beiden Tage waren wieder wie im Flug vergangen und nach einem kurzen Stopp an der Autobahnraststätte „ Knetzgau“, erreichten wir gegen 21.30 Uhr wieder unseren Ausgangspunkt der Reise, den Busbahnhof in Gera.
Claudia Karell

Spessartfahrt Stadtführung und Ansichten von Miltenberg im Räuberlager und Stadtführung Weinprobe

Termine Mitgliederveranstaltungen

Termine Monatlich

“Treff im Eichenhof”

Immer am ersten Dienstag des Monats von 14 bis 16 Uhr findet unser “Treff im Eichenhof” in der Begegnungsstätte Eichenhof in Lusan, Eichenstraße 11 b statt.

Frauentreff

Das Frauentreffen findet jeden zweiten Dienstag des Monats, außer im Dezember, um 14:00 in den Räumlichkeiten der KO Gera Markt 5/6 statt

Termine Wöchentlich

Sprechstunde

Jeden Donnerstag findet in der Zeit von 14 bis 16 Uhr im Büro, Markt 6, unsere Sprechstunde statt. Hierbei ist immer ein Mitglied vom Kreisvorstand anwesend.

Blinden- und Sehbehindertenverband Thüringen e.V.
Kreisorganisation Gera
Markt 6
07545 Gera
Tel. 0365 22 65 35 31
Mailadresse: bsvt.gera@t-online.de
Homepage: www.bsvt-gera.de
Sprechzeiten: Donnerstag von 14:00 bis 16:00